Passivhaus

Es wird immer wieder appelliert, mit Energien sparsam umzugehen, was sich leichter sagt, als in die Tat umsetzen lässt, besonders in bewohnten Mietobjekten, die schon 30-40 Jahre an ihrem Platz stehen, wenn der Besitzer sich nicht darum kümmert, für eine gute Isolierung der Wände zu sorgen oder den Einbau einer energiesparenden Heizungsanlage zu veranlassen. Zumal jedes Haus renoviert und mit entsprechender Wärmedämmung, zu einem Passivhaus umfunktioniert werden kann ohne von Grund auf neu aufgebaut zu werden. Sein Attribut "passiv" verdankt das Haus seinem hohen Wohnkomfort und seinem niedrigen Energieverbrauch, da der größte Teil des Wärmebedarfs durch die Wärmeabgabe von Personen, technischen Geräten und von Sonneneinstrahlung abgegeben werden. Ein ideale Bauplatz für ein Passivhaus wäre ein Südhang, wo die Sonne von vorn aufgenommen wird und die abgewandte Seite einen natürlichen Kälteschutz aufweist. Doch nicht nur allein stehende Häuser erfreuen sich immer mehr daran, so effektiv aufgerüstet zu sein, denn auch die nicht so beliebten Reihenhäuser, stehen in einem besseren Licht da und das Fehlen der Individualität wird entsprechend aufgewertet.

Es gilt eine ausgewogene Lebensqualität mit einem hohen Stellenwert für jedes Eigenheim zu erzielen. Die erste Priorität steht für eine Rundum-Wärmedämmung des Daches, des Kellers und der Fenster verhilft zu einer absolut dichten Gebäudehülle, um die Energieverluste zu reduzieren dürfen keine Wärmebrücken und undichten Stellen entstehen. Die Fenster sind 3-fach verglast und die Zwischenräume mit dem Edelgas Argon gefüllt (manchmal Krypton). Die Lüftung durch ein kontrolliertes System, das die Luft alle 1-4 Stunden austauscht. Die gefilterte Luft wird an Wohn-und Schlafraum abgegeben, gelangt von dort in Flur, Küche und Bad und wird von hier wieder abgesaugt. Der Verbrauch der Heizfunktion beträgt nur 40 W. Die Heizlast, bereitgestellt z. B. mit Fernwärme, Pellets oder Erdwärme, für den Restwärmebedarf, erfordert nur 1 kW, was der Leistung eines Föns entspricht. Der ständige Austausch der Luft hält die Temperatur im ganzen Haus auf einem konstanten Level und verhindert die Entstehung von Feuchtigkeit und somit eine Schimmelbildung. Im Winter angenehm warm und im Sommer angenehm kühl, macht das Wohnen im Passivhaus äußerst attraktiv.

Der Entschluss sich ein solches privates Wohnparadies zu gönnen, erfreut sich nebenbei einer Kostenförderung durch den Staat. Im Klartext heißt dies: Die Kosten aufwendige Investition für die Umwandlung oder den Bau dieses, im Verbrauch sparsamen Hauses, ist eine für die Zukunft kalkulierbare Anlage – wohnen und gut leben, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, da ein Passivhaus vorbildlich in ein geschnürtes, umweltfreundliches Paket passt und auf die nötigen Kriterien zugeschnitten ist.